Schilddrüsenkrebs

Ratgeber

Entstehung des Schilddrüsenkrebses

Welche Ursachen zur Entstehung von Schilddrüsenkrebs führen, ist bislang nicht geklärt. Es sind jedoch bestimmte Faktoren bekannt, die das Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, erhöhen.

Bekannte Risikofaktoren sind unter anderem Röntgenstrahlung vor allem im Kopf- und Halsbereich und die Aufnahme von radioaktivem Jod, zum Beispiel nach einem Reaktorstörfall oder einer Atomexplosion. Sowohl Röntgenstrahlung als auch Radioaktivität wirken sich insbesondere bei Kindern krebserregend aus.

Auch eine genetische Veranlagung zur Ausbildung der Erkrankung kommt – zumindest für einige Formen – in Betracht. Das medulläre Schilddrüsenkarzinom kann zum Beispiel familiär gehäuft auftreten. Dies ist in Familien von rund einem Viertel der Patienten, die an einem medullären Schilddrüsenkarzinom leiden, der Fall. Meist tritt der Schilddrüsenkrebs in Verbindung mit so genannten multiplen endokrinen Neoplasien vom Typ 2 (MEN 2) auf. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der sich häufig gutartige Tumoren des Nebennierenmarks und der Nebenschilddrüse bilden.

Als weitere Faktoren, die die Entstehung von Schilddrüsenkrebs begünstigen können, werden unter anderem Jodmangel, hormonelle Einflüsse und bestimmte Vorerkrankungen diskutiert. Dazu zählt insbesondere eine länger andauernde Struma (Kropf) – eine Erkrankung, bei der es zu einer gutartigen Vergrößerung der Schilddrüse kommt. An sich stellt eine Struma kein erhöhtes Risiko dar. Nur wenn sie über einen längeren Zeitraum hinweg besteht, kann sich das Gewebe verändern und es können sich Knoten bilden. Daraus kann unter Umständen im Laufe von Jahren Schilddrüsenkrebs entstehen.

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